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Clarity Communication Center 2026.1: Mehr KI. Mehr Möglichkeiten.
von Clarity Redaktion
KI flexibel einsetzen. Anrufe gezielter steuern.
Mit der Versionsreihe 2026.1 baut Clarity die KI-Funktionen des Communication Centers weiter aus. Unternehmen erhalten zusätzliche Möglichkeiten für die Verarbeitung von Gesprächen, den Einsatz von Voice Assistants und die automatische Erstellung von Ansagen. Neue Optionen zur Anrufsteuerung und Administration ergänzen die Weiterentwicklung.
Die folgende Übersicht bündelt die Neuerungen der Versionsreihe 2026.1 einschließlich ihrer Wartungsstände. Einzelne Funktionen setzen einen entsprechenden Patchstand sowie passende Module, Anbieteranbindungen oder Hardware voraus.
KI-Verarbeitung mit mehr Wahlmöglichkeiten
Sentimentanalyse auch mit Google und Amazon
Neben Azure lässt sich die Gesprächsstimmung nun auch für Transkriptionen mit Google und Amazon auswerten. Die Analyse betrachtet das gesamte Gespräch sowie die Mitarbeiter- und Kundenseite getrennt. Für jeden Bereich werden positive, neutrale und negative Stimmungsanteile ermittelt.
So können unterschiedliche Gesprächsverläufe sichtbar werden – etwa ein ruhig auftretender Mitarbeiter im Gespräch mit einem unzufriedenen Kunden. Die Auswertungsstruktur bleibt über die Anbieter hinweg einheitlich.
Sprache automatisch erkennen
Die gesprochene Sprache eines Telefonats kann automatisch erkannt werden. Die Funktion unterstützt Azure, Google, Amazon und den lokalen Offline-Anbieter.
KI lokal und ohne Internetverbindung betreiben
Der AI Integration Service unterstützt eine vollständig lokale Verarbeitung: Spracherkennung über Whisper.net, Gesprächszusammenfassungen über Ollama mit lokalen Modellen und Sprachausgabe über Piper. Für die lokale KI-Verarbeitung ist ein entsprechend ausgestatteter Server mit GPU erforderlich. Die Auswahl der Modelle beeinflusst Qualität und Sprachunterstützung; die getesteten lokalen Zusammenfassungsmodelle zeigen ihre besten Ergebnisse auf Englisch.
Google-Anbindung robuster konfigurieren
Für Google lässt sich das verwendete KI-Modell konfigurieren. Bei Überlastungsfehlern mit dem Status „429 – resource exhausted“ werden fehlgeschlagene Vorgänge erneut versucht. Das unterstützt die Verarbeitung größerer Mengen, beispielsweise nach einer Konferenz.
Voice Assistant gezielt in Anrufabläufe einbinden
Anrufe können an den Azure Voice Assistant übergeben werden, etwa um vor der Verbindung Informationen abzufragen, Überläufe aufzufangen oder standardisierte Anliegen automatisiert aufzunehmen.
- Als Weiterleitungsziel: Voice Assistants lassen sich in der Anrufsteuerung als Ziel auswählen.
- Übergabe an Menschen: Der Assistant kann das Gespräch beenden oder den Anrufer an eine Person weiterverbinden.
- Aktivierung in Hotlines: Ein Anrufer kann den Assistant per Tasteneingabe aktivieren. Eine Bestätigungsansage und ein Rückfall auf den Hauptservice ergänzen den Ablauf, falls der Assistant nicht verfügbar ist.
- Verwaltung per REST-API: Assistenten lassen sich mit Angaben wie Name, Begrüßung, Anweisungen, Modell und Stimme anlegen und pflegen. Eine weitere Schnittstelle stellt Anruf-, Voicemail- und Gesprächsäußerungsdaten bereit.
Ansagen aus Text erstellen
Mit der Text-to-Speech-Funktion im Audio Manager der WMT erzeugen Administratoren Ansagen direkt aus eingegebenem Text. Die Audiodateien werden im für den Core Service geeigneten WAV-Format im gemeinsamen Ansagenverzeichnis gespeichert und können systemweit verwendet werden. Ein manueller Download mit optionaler Formatauswahl ist ebenfalls möglich.
Das erleichtert die Pflege wiederkehrender Ansagen, ohne jede Änderung neu einsprechen zu müssen.
Anrufe und Rückrufe flexibler steuern
- Bei belegten Mitarbeitern reagieren: Ein zusätzlicher Weiterleitungstyp greift, wenn kein bereiter Benutzer mehr vorhanden ist. Er ergänzt die bestehenden Fälle „nicht verfügbar“ und „Überlauf“.
- Skripte als Weiterleitungsziel: Die Anrufsteuerung kann ein Benutzerskript ausführen und ist damit nicht auf feste Ziele beschränkt.
- Nicht-verfügbar-Gründe nutzen: Skripte können den aktuellen oder zuletzt verwendeten Grund abfragen und danach verzweigen.
- Rückrufaktionen je Hotline festlegen: Ein Rückrufwunsch kann einen Anruf, eine E-Mail oder beides auslösen.
- Gründe zentral organisieren: Administratoren können Nicht-verfügbar-Gründe in den WMT hinzufügen, bearbeiten, löschen und ihre Reihenfolge für die Clients festlegen.
Voicemails besser auswerten
Voicemails werden mit den Anrufwarteschlangen verknüpft. Zusätzliche Kennzeichnungen machen sichtbar, ob eine Transkription vorliegt. Der Report Constructor nutzt diese Daten für eine neue Voicemail-Auswertung.
Clients und mobile Nutzung weiterentwickeln
Der Windows Communication Client unterscheidet übernommene und weitergeleitete Anrufe deutlicher. Die Benutzeransicht bietet eine Gruppenübersicht mit schneller Auswahl. Ein optionaler Endton signalisiert das Gesprächsende; das SIP-Plugin unterstützt TCP.
Der Mobile Client unterstützt Apple CarPlay und Android Auto, unter anderem für Anrufe, letzte Kontakte und die Suche im Firmenverzeichnis. Ergänzungen betreffen die Wahlwiederholung, Kontaktavatare und unter iOS die sprachgestützte Antwort auf eingehende Nachrichten. Weitere Sprachsteuerungs-, Vorlese- und Nicht-stören-Funktionen werden ausgebaut.
Mehr Überblick in der Administration
Der neue Bereich „Clarity Products“ in den WMT zeigt installierte Produkte und unterstützt Start, Stopp, Neustart sowie den Abruf von Logs und Zustandsberichten. Einstellungen aus dem Discovery Service werden eingebunden; eine Lizenzwarnung ergänzt die Erstellung von Fast Usern.
Weitere Clarity-Dienste beziehen ihre Konfiguration zentral aus dem Discovery Service. Der SIP-Transport für Trunks kann über UDP, TCP oder TLS gewählt werden. Die Unterstützung von SIP über TLS zum Core Service und kürzere Gateway-Keepalive-Intervalle erweitern die Konfigurationsmöglichkeiten.
Für die Zwei-Faktor-Authentifizierung per SMS kann eine eigene SMS-Rufnummer eines Benutzers verwendet werden. Bleibt sie leer, greift das System auf die dynamische Operator-Rufnummer zurück.
Modernisierte technische Grundlage
Die Versionsreihe umfasst den Umstieg auf .NET 10 mit langfristiger Unterstützung und Visual Studio 2026. Der Report Constructor wird auf Angular 21 aktualisiert. Getrennte Gruppierungen für Initiator und Empfänger sowie eine überarbeitete Ansicht zur Berechnung des Service Levels ergänzen die Berichtsfunktionen.
Welche Neuerungen passen zu Ihrer Umgebung?
Unser Team bespricht mit Ihnen, welche Funktionen und Wartungsstände für Ihre Clarity-Umgebung geeignet sind und welche Voraussetzungen für ein Upgrade erfüllt sein sollten.

