ON-PREM & CLOUD
Wo Ihre Kommunikation
zu Hause ist.
Vier Architekturen. Ihre Entscheidung.
Wo soll Ihre Kommunikationslösung betrieben werden? Im eigenen Unternehmen, in einer exklusiven Cloud-Umgebung oder als Dienst eines Anbieters? Die Architektur bestimmt, wo die Software läuft, wie Ressourcen bereitgestellt werden und wer den Betrieb verantwortet.
Hier lernen Sie die Unterschiede zwischen On-Premises, Private Cloud, Hybrid Cloud und Public Cloud kennen. Entscheidend sind Ihre Anforderungen an Kontrolle, Integration, Verfügbarkeit und den laufenden Betrieb.
Betriebsmodelle verstehen
So unterscheiden sich die Architekturen.

On-Premises
Die Telefoniesoftware läuft auf der IT-Infrastruktur Ihres Unternehmens – etwa auf einem eigenen Server oder in Ihrer virtualisierten Umgebung. Betrieb und Wartung übernehmen Ihre IT oder ein beauftragter Dienstleister.
Das spricht dafür
- Direkte Kontrolle über die lokale Infrastruktur und deren Konfiguration.
- Individuelle Integration in bestehende Anwendungen und Abläufe.
- Gezielt planbare Wartungs- und Updatefenster.
Das sollten Sie einplanen
Ressourcen für Betrieb, Updates, Datensicherung und Ausfallschutz sind erforderlich. Interne Gespräche können bei einem Internetausfall weiter möglich sein, sofern die lokale Infrastruktur funktioniert. Externe Telefonie über SIP-Trunks und Cloud-Dienste benötigt weiterhin eine passende Verbindung.

Private Cloud
Die Cloud-Umgebung wird ausschließlich von Ihrem Unternehmen genutzt. Sie kann im eigenen Haus oder extern betrieben werden. Wer Infrastruktur, Telefoniesoftware und Wartung betreut, hängt vom vereinbarten Betriebsmodell ab.
Das spricht dafür
- Eine exklusiv für Ihre Organisation bereitgestellte Umgebung.
- Individuell planbare Ressourcen und Integrationen.
- Betriebsaufgaben können gezielt an einen Dienstleister übertragen werden.
Das sollten Sie einplanen
Zuständigkeiten, Datenstandort, Zugriffsrechte und Sicherungskonzepte müssen klar geregelt sein. Bei externem Betrieb sind eine zuverlässige Standortanbindung und ein geeignetes Ausfallkonzept besonders wichtig.

Hybrid Cloud
Eine hybride Cloud-Architektur verbindet eigenständige private und öffentliche Cloud-Umgebungen. Aufgaben und Daten werden nach einem abgestimmten Konzept verteilt; die Umgebungen arbeiten über definierte Schnittstellen zusammen.
Das spricht dafür
- Unterschiedliche Anforderungen lassen sich gezielt kombinieren.
- Ausgewählte Funktionen oder Ressourcen können in der Cloud ergänzt werden.
- Ein schrittweiser Übergang zwischen Betriebsumgebungen ist möglich.
Das sollten Sie einplanen
Integration, Identitäten, Datenflüsse und Ausfallszenarien müssen über alle Umgebungen hinweg geplant werden. Eine lokale Telefonanlage mit einem einzelnen Cloud-Dienst ist nicht automatisch eine Hybrid Cloud – häufig ist „On-Premises mit Cloud-Diensten“ die präzisere Bezeichnung.

Public Cloud
Ein Anbieter stellt Cloud-Ressourcen auf einer Infrastruktur bereit, die von mehreren Kunden genutzt wird. Die Kundenzugriffe werden getrennt. „Public“ bedeutet also nicht, dass Ihre Kommunikationsdaten öffentlich zugänglich sind.
Das spricht dafür
- Weniger Bedarf an eigener Serverinfrastruktur vor Ort.
- Ressourcen oder Nutzer lassen sich im Rahmen des Angebots anpassen.
- Bei einer Telefonanlage als Dienst übernimmt der Anbieter viele Betriebsaufgaben.
Das sollten Sie einplanen
Leistungsumfang, Integrationen, Datenverarbeitung und Ausstiegsmöglichkeiten hängen vom Anbieter ab. Eine gemietete Cloud-Infrastruktur ist etwas anderes als eine fertig betriebene Cloud-Telefonanlage: Die Verantwortung für Software und Wartung kann unterschiedlich verteilt sein.
Betriebsmodell und Finanzierung sind zwei verschiedene Entscheidungen. On-Premises bedeutet nicht automatisch Kauf, Cloud nicht automatisch Miete. Lizenzierung, Vertragslaufzeit und Serviceumfang werden separat festgelegt.
Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick.
Die konkrete Ausgestaltung hängt von der Lösung und dem vereinbarten Serviceumfang ab. Diese Übersicht hilft bei der ersten Orientierung.
| Kriterium | On-Premises | Private Cloud | Hybrid Cloud | Public Cloud |
|---|---|---|---|---|
| Infrastruktur | Eigene IT vor Ort | Exklusive Cloud-Umgebung, intern oder extern | Verbundene private und öffentliche Cloud-Umgebungen | Cloud-Infrastruktur eines Anbieters für mehrere Kunden |
| Kontrolle | Direkt über lokale Systeme und Konfiguration | Individuell vereinbarter Zugriff und Gestaltungsspielraum | Je Umgebung unterschiedlich | Im Rahmen des jeweiligen Dienstes |
| Betrieb & Wartung | Eigene IT oder Dienstleister | Nach Vereinbarung | Abgestimmte Zuständigkeiten über mehrere Umgebungen | Abhängig davon, ob Infrastruktur oder fertige Telefonie bezogen wird |
| Integration | Direkte Einbindung in die lokale IT | Über geplante Verbindungen und Schnittstellen | Verbindung zwischen den beteiligten Umgebungen | Abhängig von angebotenen Schnittstellen und Freigaben |
| Skalierung | Innerhalb der eigenen Kapazitäten; Ausbau bei Bedarf | Nach verfügbaren oder vereinbarten Ressourcen | Gezielte Erweiterung je Umgebung | Nach Tarif, Funktionen und Kapazitäten des Anbieters |
| Verfügbarkeit | Lokales Ausfallkonzept; externe Verbindungen separat betrachten | Redundanz und Standortanbindung einplanen | Ausfälle und Abhängigkeiten übergreifend berücksichtigen | Anbieterleistung und eigene Internetanbindung berücksichtigen |
| Kostenstruktur | Infrastruktur, Lizenzen, Wartung und eigene Betriebsaufwände | Ressourcen, Lizenzen, Anbindung und vereinbarte Services | Kombinierte Kosten für Betrieb, Integration und Verbindungen | Laufende Entgelte, Optionen, Nutzung und Anbindung |
Sicherheit entsteht durch das Gesamtkonzept. Zugriffsrechte, Verschlüsselung, Updates, Datensicherung, Datenstandorte und externe Dienste müssen bei jedem Modell passend geplant werden.
Was passt zu Ihrem Unternehmen?
Wie viel Betrieb möchten Sie selbst übernehmen?
Klären Sie, wer Updates, Überwachung, Datensicherung und Störungsbehebung verantwortet – Ihre IT, ein Dienstleister oder beide gemeinsam.
Welche Systeme müssen zusammenarbeiten?
Berücksichtigen Sie CRM, Verzeichnisdienste, Fachanwendungen und bestehende Telefonie. Entscheidend sind die benötigten Schnittstellen und Datenflüsse.
Welche Anforderungen gelten für Ihre Daten?
Legen Sie fest, wo Kommunikationsdaten verarbeitet werden dürfen, wer darauf zugreifen kann und welche Vorgaben für externe Dienste gelten.
Wie soll Ihre Kommunikation verfügbar bleiben?
Betrachten Sie Standorte, Homeoffice, Internetanbindungen und Ausfallschutz. Vergleichen Sie die Gesamtkosten über den geplanten Nutzungszeitraum.
Gemeinsam die passende Basis finden.
Der Schwerpunkt von Clarity liegt auf dem On-Premises-Betrieb softwarebasierter Business-Telefonie und Contact-Center-Lösungen. Auch Private-Cloud- und hybride Architekturen sind möglich.
Welche Umgebung zu Ihrem Unternehmen passt, betrachten wir anhand Ihrer bestehenden IT und Ihrer Anforderungen.

